Segelsport & Americas Cup
… around the worldArchiv für März, 2007
Am Sonntag fallen die Hüllen
Mit dem „Unveiling Day“ am kommenden Sonntag, dem 1. April, beginnt endgültig die heiße Phase im Kampf um den America’s Cup. Die Yachten dürfen dann nicht mehr verhüllt werden.
Das Reglement für den 32. America’s Cup schreibt vor, dass ab dem 1. April alle Teams die Planen von ihren Yachten entfernen müssen, die das Unterwasserschiff und die Anhänge verdecken. Traditionell öffnen die Teams an diesem Tag ihre Bases für Medien und die Öffentlichkeit und ermöglichen es Interessierten, die Yachten zu begutachten.
Von diesem Tag ab 9.30 Uhr bis zum Ende des America’s Cup Match müssen die Yachten unverhüllt bleiben.
Nur 48 Stunden später, am 3. April, fällt auch auf dem Wasser der erste Startschuss, wenn der Valencia Louis Vuitton Act 13, eine Fleet Racing Regatta, beginnt.
Port America’s Cup
Drei Jahre, drei Monate, drei Wochen und drei Tagen nach der Bekanntgabe, dass in Valencia der 32. America’s Cup ausgesegelt wird, wurde nun der Port America’s Cup, die neue Mega-Marina im Süden Spaniens offiziell übergeben. Auf 900.000 Quadratmetern des neuen Hafengeländes finden nicht nur die zwölf America’s Cup Teams bis zum Finale im Juni ein neues Zuhause, in der neu geschaffenen Marina haben über 600 Yachten bis 30 Meter Platz. Zusätzlich wurde natürlich auch die Mega-Yacht Eigner gedacht und ihnen im Zentrum des Hafens eine lange Pier gebaut.
HSH Nordbank blue cup
45 Yachten können ab sofort melden
Zum neunten Mal kann für die Langstreckenregatta rund Seeland von Kiel nach Kopenhagen und zurück – den HSH Nordbank blue cup 2007 – gemeldet werden. Der HSH Nordbank blue cup 2007 findet vom 22. bis 26. August 2007 statt.
Dieses Jahr wird erstmals eine Meldebeschränkung ausgeschrieben. Insgesamt 45 Yachten zuzüglich je drei Wildcards für den Kieler Yacht-Club, den Kongelig Dansk Yachtklub und den Sponsor, die HSH Nordbank, sind festgeschrieben. Kriterium ist der Eingang der kompletten und verbindlichen Anmeldung. Ziel der Meldebeschränkung ist es, die besondere Atmosphäre und den hohen Standard besonders in Kopenhagen den Teilnehmern weiterhin bieten zu können. Denn die dänische Gastfreundschaft und zufriedene Segler mit der Rundumbetreuung durch die HSH Nordbank zeichnen die Langstreckenregatta Kiel-Kopenhagen-Kiel aus. In den vergangenen Jahren war die Zahl der gemeldeten Yachten stetig gestiegen: 2006 meldeten 53 Yachten, 2005 waren es nur 40 Yachten. Melden können Yachten mit einem GPH von 660 oder kleiner und entsprechende DH-Yachten. Wie in den vergangenen Jahren wird es eine Sonderwertung für Double Hand und Multihull geben.
Weitere Informationen unter www.hsh-nordbank-blue-cup.de
In zwei Wochen geht es los
Die Spannung im America’s Cup-Hafen von Valencia steigt: In genau zwei Wochen beginnt der Louis Vuitton Act 13. Bis dahin werden alle Teams noch intensiv trainieren, um optimal auf die letzte Vorregatta vor dem Start des Louis Vuitton Cups vorbereitet zu sein – und das gilt auch für das United Internet Team Germany: „Wir haben noch elf Segeltage vor uns, die wir optimal nutzen wollen“, sagt Lutz Patrunky.
In jedem der Traningsrennen gibt die Crew des deutschen Teams alles, um bestmöglich auf den Act 13 vorbereitet zu sein. In dieser Vorregatta trifft Titelverteidiger Alinghi zum letzten Mal auf die elf Herausforderer, wenn alle zwölf Teams in sieben Fleetraces gegeneinander antreten
Match Race Germany jetzt auch in 3D
Neuigkeiten aus meinem Segelrevier

Das Match Race Germany setzt zu seinem 10-jährigen Jubiläum auch in der Informations- und Kommunikationstechnologie einen neuen Standard. Gemeinsam mit der Firma Presentec (Idee und Technik) und deren Kooperationspartner Mediamorphose.net (3D Visualisierung) ermöglichen die Veranstalter Fans und Sponsoren mit Hilfe einer spannenden 3D-Visualisierung ein völlig neues Live-Erlebnis.
Das bislang vor allem aus dem America´s Cup bekannte System (dort: Virtual Eye, Virtual Sailing) ermöglicht die einfache grafische Darstellung von Regatten im Fernsehen und im Internet. Durch „Sportshuttle 3D“ wird das Segeln auf dem Wasser für Zuschauer leichter verständlich – die Spannung erhöht sich. Mit Hilfe grafischer Auflösungen verstehen auch Laien Taktik und Manöver spielend leicht. Informationen über exakte Abstände zwischen den Booten und die Länge des Kurses sorgen jederzeit für einen guten Überblick.
Mit Hilfe des neuen Audio-Streaming können die Duelle im Match Race Germany im 3D-Raum aus jeder Position frei wählbar verfolgt werden. „Das ist ein absolutes Novum“, erklärt Co-Veranstalter Eberhard Magg“, wir freuen uns sehr, dass wir unserem Publikum diesen Service auf neuestem Stand der Technik bieten können. Ganz einfach zu nutzen unter www.matchrace.de.“
Was bislang nur im America´s Cup oder bei namhaften Veranstaltungen wie dem Ocean Race möglich war, ist jetzt erstmals auch auf kleinere Yachten im Einsatz. Das auch für TV-Sender hochinteressante System bietet sogenannte „Overlays“: So werden Live-Bilder mit darüber gelegter Grafik in einen leicht verständlichen Kontext gerückt. Bilder und sportlicher Verlauf erhalten einen Bezug.
Mit dem Einsatz des neuen Systems erfüllt sich für das Match Race Germany ein alter Traum. Magg erklärt: „Weltweit können sich Fans der Teams nun ins Internet einwählen und den Rennverlauf auf dem Bodensee live verfolgen.“ Perfekte Rahmenbedingungen für die Jubiläumsauflage, bei der vom 23. bis zum 28. Mai – genau zwischen den Halbfinal- und Finalduells der Herausforderer-Runde zum America´s Cup vor Valencia – zwölf der besten Matchracer der Welt zum Kampf um den Sieg in Deutschlands einzigem Grand Prix-Matchrace antreten.
KYC verkauft das Hotel
1926 hatte der Konzern die Vorgängerimmobilie am Hindenburgufer dem Club geschenkt. Unter diesen Vorzeichen wurde den KYC-Mitgliedern bei der Mitgliederversammlung im März die Entscheidung leichter gemacht. Im vollbesetzten Kaiser- und Kommodoresaal sprachen sich die Mitglieder deutlich gegen eine Umlage und für den Verkauf des Hotels und des Grundstückes aus und dankten Beitz mit tosendem Applaus.
Nach relativ kurzer Diskussion stand fest: Der Kieler Yacht-Club wird das Hotel verkaufen. Den Auftrag erteilte die Mitgliederversammlung (329 stimmberechtigte Mitglieder waren anwesend) dem Vorstand mit überwältigender Mehrheit, der diese Lösung als Wolhfühl-Paket bezeichnete.

Team Germany gibt Mannschaftsaufstellung bekannt
Die Mannschaftsaufstellung des United Internet Team Germany für den Louis Vuitton Act 13 als Beginn der America’s Cup-Saison in Valencia steht fest. Aus 28 Crewmitgliedern hat sich eine Startformation an Bord der Germany I ergeben, die Syndikatschef Michael Scheeren und Skipper Jesper Bank bekannt gegeben haben. Mit dieser Positionsverteilung misst sich das United Internet Team Germany ab dem 3. April beim Louis Vuitton Act 13 mit den übrigen elf Teams in Fleet Races, in denen alle Teams gemeinsam an den Start gehen. Am 16. April beginnt dann der Louis Vuitton Cup, bei dem der Herausforderer von Cup-Verteidiger Alinghi ermittelt wird.
Neben der nominierten Stammcrew werden während der Regatten auch die übrigen Mitglieder des Segelteams zum Einsatz kommen. „Wir werden natürlich während Act 13 und den Round Robins auf die gesamte Mannschaft zurückgreifen. Ohne eine Rotation auf den Positionen ist das straffe Segelprogramm gar nicht zu meistern, daher bin ich froh, so viele gute Segler im Team einsetzen zu können“, sagt Skipper Jesper Bank.
Vorschiff : Jean-Marie Dauris, Tim Daase
Zweiter Vorschiffmann: Michael Müller, Wolf Dietz/Nico Jeschonnek
Mastmann: Markus Koy, Gerrit Bottemöller
Pitmann: Henrik Blakskjær, Jan Schoepe
Backbord Grinder: Oliver-Sven Buder, Jochen Wolfram
Steuerbord Grinder: Henning Sohn, Stefan Großmann
Genua Trimmer: Carsten Schon, Guillermo Altadill
Spinnaker Trimmer: Matti Paschen, Guillermo Altadill
Großsegel Grinder: Henrik Norberg, Dominik Neidhart
Großsegel Trimmer: Mike Mottl, Michael Hestbæk
Skipper/Steuermann: Jesper Bank, Michael Hestbæk
Taktiker: David Dellenbaugh, Henrik Blakskjær
Stratege: Conan Hunt, Michael Hestbæk
Runner Grinder: Fredrik Green, Christian Buck
Floater: Jan Schoepe, Michael Müller
Navigator: Philippe Mourniac, Fredrik Green
Traveller: Thomas Jacobsen, Alexander Krause
unitedinternetteamgermany.de
Rolex Baltic Week
- Drei Tage Farr 40-Premiere und Europas Elite der Melges 24 -
Sie gelten als Schmelztiegel für die besten Segler weltweit und garantieren in ihren baugleichen Booten spannende Wettfahrten mit engen Manövern und knappen Zieldurchgängen: die Farr 40 und die Melges 24. Die vierte Rolex Baltic Week wird die Elite der beiden international renommierten Einheitsklassen in Neustadt/Holstein auf der Ostsee zu Gast haben. Die Farr 40-Teams segeln ihre Regatta, die auch als fünfte und entscheidende Serie zum European Circuit der Klasse zählt, gleich zu Beginn vom 17. bis 19. August. Die Wettfahrttage der Melges 24-Europameisterschaft liegen vom 18. bis 23. August.
Rund fünf Monate vor dem ersten Startschuss wurde jetzt die Ausschreibung (Notice of Race) veröffentlicht, die neun Rennen bei den Farr 40 und zwölf für die Melges 24 vorsieht. Gleichzeitig ist auch die Eventwebsite
www.rolexbalticweek.com nach einem Relaunch wieder online gegangen, auf der die Meldung zur Regatta direkt im Internet abgegeben werden kann.





