Segelsport & Americas Cup
… around the worldArchiv für Juni, 2007
Alinghi – Emirates Team New Zealand 2 : 2
Wie schon gestern sind auch die heutigen Bedingungen an der Küste Valencias untypisch und der Wind „launisch“ mit viel Böen und Drehern. Kurz vor dem Start zum 4.Rennen im 32.America´s Cup werden 14 Knoten gemessen, die zum Start auf 10 Knoten abflauen, ausreichend für ein Cup-Match.
Die Neuseeländer kämpfen in der Box um die linke Seite, die Sie auch bekommen, nichts desto trotz geht Alinghi mit gutem Speed 1 Sekunde früher auf die Bahn. Der graue Himmel lässt die Seebrise nicht so recht aufkommen und beide Boote suchen weit getrennt voneinander den optimalen Weg zur Luvtonne. Alinghi kann sich nur schwer von Neuseeland lösen, setzt aber dennoch den weissen Spi an der Boje 20 Sekunden vor Emirates, deren Manöver hier nicht sauber gelingt. Auf dem folgenden Bahnschenkel wächst der Abstand weiter und Alinghi festigt die Führung, obwohl am Lee-tor eine unerwartete Böe die Rundung der rechten Tonne des Lee-tores für die Schweizer stark ausbremst und wertvolle Meter kostet. Auch Neuseeland hat leichte Probleme am linken Leetor, die Positionen bleiben jedoch unverändert.
Alinghi führt sicher, soweit der böige Wind das zulässt, das Rennen zu Ende und auch die zahlreichen Halsen auf der letzten Vorwindstrecke lassen den Neuseeländern keine Chance, sich zu nähern. Mit 30 Sekunden Vorsprung im Ziel gleicht Alinghi den Punktestand aus und die beiden, sehr starken Teams gehen mit einem 2:2 in den nächsten Ruhetag.
Und am Freitag fängt das America´s Cup Match von Neuem an, mit einem „Best out of Five“.
Text: H. Schwab – Segler-Zeitung
Photo Gilles Martin-Raget
Alinghi – Emirates Team New Zealand 1 : 2
Am Morgen tobt noch der Sturm der Nacht, meterhohe Wellen und ein grauer Himmel verheissen nichts Gutes für das 3.te Rennen des America´s Cup. Die Sonne vertreibt mittags die Wolken und mit ihnen schwindet der Wind. 2 Stunden Warten kommt als Nächstes, bis endlich um 17:10 ein regelrechter Segelthriller beginnt, wie man ihn seit Jahrzehnten im AC nicht gesehen hat.

Die See immer noch wild, immer noch hohe Wellen und der Wind kommt in wechselnden und drehenden Böen. Ed Baird startet gut und Alinghi geht 8 Sekunden vor Emirates Team New Zealand über die Linie. Doch das Team wählt die „falsche Seite“ und Neuseeland rundet die Luvtonne 1,23 Min vor Alinghi. Das Rennen scheint gelaufen, Kiwi-fans jubeln bereits.
Am Lee-tor hat Alinghi jedoch aufgeschlossen, und der Bowman der Kiwis geht ins Wasser und der Spi ebenso. Alinghi nutzt diesen Fehler und ist diesmal 15 Sekunden vor den Neuseeländern an der Luvtonne. Das auf Vorwindkurs schnellere Boot SUI 100 geht in die letzte Bahn, der Wind kommt immer mehr in drehenden Böen, die Wellen immer noch lang und hoch und ein Führungswechsel folgt auf den Nächsten. Nur Virtual Eye kann das tatsächlich führende Boot real ausmachen. Alinghi segelt weit links außen, Neuseeland dagegen rechts außen.
Und erst auf den letzten Metern, als die Spis der Kontrahenten wieder zusammen kommen, erkennt man auch auf dem Wasser, dass die Neuseeländer etwas vorn liegen. Genau 25 Sekunden vor Alinghi gehen sie über die Ziellinie und damit in Führung im 32.America´s Cup Match. Dieser Cup entpuppt sich als hochgradig spannend und die beiden sehr starken Teams werden wohl auch weiter für atemberaubende Regatten sorgen.

Text: H.Schwab – Segler-Zeitung
Fotos: www.martin-raget.com
Emirates Team New Zealand siegt erneut
Valencia – RACE 3
Emirates Team New Zealand won its second consecutive race in the 32nd America’s Cup Match, beating Alinghi by 25 seconds in a thrilling race that will go down in the books as one of the most exciting matches in Cup history.
Bericht auf Deutsch demnächst hier auf cantara.wordpress.com !
Neuseeland erkämpft sich fantastischen Sieg
Was für ein Rennen!!! Unter dem wolkenlosen Himmel von Valencia haben sich Alinghi und Emirates Team New Zealand ein atemberaubendes Match geliefert. Die Bedingungen waren optimal: 10 Knoten, wolkenloser Himmel und eine stabile Brise. Beide Teams kämpfen in der Startbox um die rechte Seite, die Kiwis setzen sich durch und gehen drei Sekunden vor Alinghi ins Match.
Die Schweizer, deren einziges Schweizer Teammitglied an Bord Ernesto Bertarelli ist, ziehen auf der rechte Seite nach und schieben sich mit der SUI 100 (das schnellere Boot) an den Neuseeländern vorbei. Alinghi baut den Abstand, der mal wächst und mal schrumpft, auf 19 Sekunden bis zur ersten Luvtonne aus. Bei fast gleicher Bootsgeschwindigkeit (Alinghi 10,5 Knoten und Neuseeland 10,3 Knoten) segelt Emirates auf dem Vorwindkurs die kürzere Strecke und kann bis zum Tor den Abstand auf 13 Sekunden reduzieren.
Alinghi versäumt es, auf dem 3.ten Bahnschenkel den Gegner unter Kontrolle zu halten, segelt etwas zu großzügig und wird von Dean Barker nach rechts über die Layline gedrängt. Die Kiwis übernehmen die Führung und runden die letzte Tonne 15 Sekunden vor Alinghi, die sich dicht an das Heck der NZL 92 heften, aber bis ins Ziel keine Chance mehr bekommen, das Match noch einmal zu ihren Gunsten zu wenden.
Emirates Team New Zealand holt sich mit einem Delta von 28 Sekunden seinen ersten, so wichtigen, Sieg im 32.America´s Cup Match und beendet damit auch die Serie der 5:0 Runden, wie man sie im Cup seit 1992 kannte.
America´s Cup Match 2007 – Alinghi holt sich den ersten Punkt
Bei 11-13 Knoten und einer ziemlich aufgewühlten See sind pünktlich um 14:55 die beiden Rennyachten von Alinghi (Blau) und Emirates Team New Zealand (Gelb) in die Startbox zum ersten Match des 32.America´s Cup eingetaucht. Dean Barker kreuzt mit der NZL 92 zuerst die Startlinie mit einer Sekunde Vorsprung und deutlich mehr speed. Die Neuseeländer segeln auf der rechten Seite und verbessern zunächst ihren Vorsprung, aber die Brise links unterstützt Alinghi und bei der ersten Kreuz hat Ed Baird die Nase vorn …
…Wie eine Rakete zieht Alinghi vor dem Wind davon und kreuzt 35 Sekunden vor Emirates die Ziellinie. E.Bertarelli gratuliert der Crew, die mit 1:0 die Führung übernimmt und von der immensen Zuschauerflotte aus großen und kleinen Booten bejubelt wird.
„Outsider“ rundet als erste Yacht Point Alpha
Wie der imaginäre Wegepunkt Point Alpha aussieht, konnte sich in der Nacht auf Donnerstag die Crew der „Outsider“ als erste angucken. Dicht auf den Fersen folgte die irische „Chieftain“. Die beiden Yachten sind mit Spitzengeschwindigkeiten von über 20 Knoten an der virtuellen Wendemarke vorbei gerauscht und vergrößern ihren Vorsprung vor dem Rest der Flotte des HSH Nordbank blue race. Am Sonnabend machen sich die Maxiyachten im zweiten Start an die Aufholjagd.
Skipper Tilmar Hansen (Kiel, 57) konnte die Konkurrenz aus Irland im Kielwasser lassen und Point Alpha als erster runden. Hatte die „Chieftain“ von Skipper Ger O´Rourke (Limerick, 44) das Feld der 21 Yachten des HSH Nordbank blue race längere Zeit angeführt, so konnte nun die Elliott 52 „Outsider“ wieder die Spitze übernehmen.
Eine Verfolgergruppe, angeführt von der „Bank von Bremen“ und der
amerikanischen „Snow Lion“ prescht mit einigem Abstand heran. Schweres Wetter hatte in den letzten Tagen seinen Tribut von Menschen und Material gefordert. Nach der dritten Nacht mit starkem Wind freut sich die Crew der „Tutima“über Spitzengeschwindigkeiten von 18 Knoten, die das Schiff surfenlassen. Aber auch: Körperliche Anstrengung, permanenter Seegang, Wellen die übers Deck laufen, wenig Schlaf.

Das Rennen Live im Internet : www.hsh-nordbank-blue-race.com
Alinghi startet mit SUI 100
Mit ihrem neusten Boot der SUI 100 startet das Team Alinghi in das America’s Cup Finale. Die SUI 100, die noch nie in einem der America’s Cup Vorrennen gesegelt wurde, ist der zweite Neubau des Schweizer Verteidigers für diese Kampagne. Das erste Rennen der Best-of-Nine-Serie startet am Samstag.
Americas Cup -News-
Nach drei Tagen Pause hat das Team New Zealand wieder das Training aufgenommen. „Durch unseren glatten 5:0 Sieg haben wir viel Zeit gewonnen“, sagt Teamchef Grant Dalton.
In den nächsten Tagen stehen deshalb Speed Tests gegen die NZL 84 auf dem Programm.
„Wir probieren einiges aus, was wir schon bei unserem Training in Auckland getan haben. Wir wollen nicht in die Situation wie Luna Rossa geraten, in der das Team vielleicht war als es noch nach dem Halbfinale neue Konfigurationen ausprobierte.Wir überprüfen Dinge, die wir unserer Meinung nach schon wissen, die aber vor Valencia noch nicht ausprobiert haben. Die Wellen der Zuschauerboote beeinflussen viel, und der Windscheer-Effekt ist hier stark. Nach dieser Phase werden wir uns wieder etwas frei nehmen und uns auf Alinghi vorbereiten.“, Teamchef Grant Dalton








