Segelsport & Americas Cup
… around the worldArchiv für September, 2007
Jochen Schümann führt Deutsche Challenge zum 33. America´s Cup
- Starke Partner: United Internet AG und AUDI AG Hauptsponsoren
- Porsche Consulting wird Technologiepartner
- Deutsches Team erwirbt Alinghi-Boot
Es ist ein bedeutender Tag für den deutschen Segelsport und ein Neustart für das Projekt America´s Cup. Die zweite Teilnahme eines deutschen Bootes beim legendären Kampf um die älteste Sporttrophäe der Welt findet unter der sportlichen Leitung des mehrfachen Olympiasiegers und zweimaligen America´s Cup-Sieger Jochen Schümann statt.
Mit der „SUI 91“ konnte das deutsche Team in den letzten Wochen eine der aktuellen Yachten von Cup-Gewinner Alinghi erwerben. „Damit sind wir vom Start weg mit einem sehr schnellen Boot unterwegs“, so Steuermann Karol Jablonski. In den kommenden Tagen wird die SUI 91 auf die deutsche Base vor Valencia wechseln. Das deutsche Team wird mit als einer der ersten Herausforderer in das Training für den 33. America´s Cup einsteigen.

53. Freundschaftsregatta des YCL
Letzten Samstag habe ich und noch ein paar Freunde (um genauzusein, zu 5) bei der 53. Freundschaftsregatta des Yacht-Club-Langenargen teilgenommen.
Den Start haben wir nicht gut hinbekommen und sind im laufe des Rennens durchgereicht worden: Was aber bei einer Melges auf Am Wind Kurs typisch ist.
1.Tonne: Wir hatten den besseren Kurs erwischt und haben eine „Privatbrise“ bekommen. Wir waren immerhin noch im guten Mittelfeld. Kurz vor der zweiten Tonne haben wir noch einen 30qm Schärenkreuzer im Stich gelassen.
2.Tonne: Bereits umrundet. Dann den größten Gennaker den wir an Bord hatten hoch und ab gings. Wir haben viele Plätze gut gemacht bis sich der Gennaker vom Gennakerbaum löste und wild in der Luft herumwirbelte. Wir mussten den Schaden sofort beheben wobei wir nur einen Bändsel benötigten.
(…3.Tonne)
Tja, glücklicherweise haben wir den Gennaker wieder repariert und setzten die Aufholjagd fort. Ein anderes Boot versuchte den Gennaker als Spinnaker zu benutzen. (wir ließen das Boot mit deutlich mehr Speed ebenfalls hinter uns)
Im Ziel angekommen nach 2:31:26.
Dann die Überraschung 4 von 7 in der Gruppe Sportboot. Und in der Gesamtwertung 47 von 70.
Leider haben wir kein Preis bekommen aber für uns zählt: Dabei sein ist alles
Geht Schümann bei Team Germany an Bord?
Die Deutschen Challenge lädt am Mittwoch zu einer außergewöhnlichen Pressekonferenz in den Bayerischen Yacht-Club ein, und es kursieren die Gerüchte, dass Jochen Schümann dann an Bord der deutschen Herausforderer geht. Die „Welt am Sonntag“ verkündete in ihrer Ausgabe vom Wochenende: Schümann sei bereits verpflichtet beim United Internet Team Germany. Auch der Einstieg von Audi und Porsche als weitere Sponsoren gilt als gesichert.
Fest seht, dass die Deutsche Challenge beim nächsten Kampf um die begehrteste Segel-Trophäe der Welt erneut am Start sein. Damit werden die deutschen Farben zum zweiten Mal in der 156-jährigen Geschichte des America´s Cup vertreten sein und ein weiteres Stück Segelsport-Geschichte für Deutschland schreiben.
In Valencia verkündete das America’ Cup-Management, dass es 66, 5 Millionen Dollar an die Teilnehmer des 32. Cup ausgeschüttelt hat. Insgesamt hatte das Management 240 Millionen eingenommen. Es solle bei der Finanzierung für den 33. Cup helfen, der 2009 vor Valencia ausgetragen wird.

Gericht hat entschieden …
Alinghi und BMW Oracle werten die erste Verfügung des New Yorker Gerichts als Vorteil für sich.
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Das New Yorker Gericht hat im Streit zwischen Alinghi und Oracle entschieden, auf eine mündliche Anhörung zu verzichten. Vielmehr sollen schriftliche Erklärungen abgegeben werden, die am 22. Oktober vom Gericht gehört werden. Kurz danach wird mit einer Entscheidung gerechnet. Beide Parteien feierten diesen Verlauf der Verhandlung als Erfolg. Sie verließen den Ring jubelnd wie zwei Boxer vor dem Urteil der Richter. Aber die Amerikaner sicherten sich einen minimalen Vorteil. Ihre „wir freuen uns sehr“-Pressemitteilung ging um 0:11 Uhr an die Öffentlichkeit, genau sechs Minuten vor dem „Mehr good news“ Pamphlet von Alinghi.
BMW Oracle Sprecher Tom Ehman freut sich über die „zügige Abwicklung“ des Falls und dass der Richter die Intensivierung der Schlichtungsgespräche angeregt habe. „Das ist ein Weg, den wir weiterhin unterstützen.“ Wenn das nicht funktioniere sei jedenfalls jetzt sicher, dass es eine schnelle Entscheidung gebe.
Die Alinghi Presseerklärung hört sich etwas anders an: „Das New Yorker Gericht lehnt eine gerichtliche Verfügung ab“
Die Société Nautique de Genève freue sich mitzuteilen zu dürfen, „dass der Richter den Antrag des Golden Gate Yacht Clubs auf eine gerichtliche Verfügung ablehnte und stattdessen die Parteien anwies, schriftliche juristische Argumentationen vorzulegen, um den Fall schnellstmöglich abzuschließen.“
Beobachter des Hearings in New York sind sich allerdings einig, dass die Entscheidung des Gerichts keinen Hinweis auf die Rechtsprechung im Oktober gibt.

Team Germany beim nächsten Cup offiziell dabei
Die Meldung des United Internet Team Germany zum 33. America’s Cup 2009 in Valencia wurde jetzt offiziell von der Societe Nautique de Geneve (SNG) und dem America’s Cup Management (ACM), als ausrichtender Verein und Organisation, bestätigt. Damit ist das deutsche Team unter der Leitung ihres neuen Steuermann Karol Jablonski der fünfte Herausforderer nach Spanien, Neuseeland, Südafrika und Großbritannien.
Flavio Favini neuer Melges 24-Europameister
Vor Freude rissen sie nach dem letzten Zieldurchgang der Rolex Baltic Week die Arme hoch und feierten ihren Titelgewinn überschwänglich. Mit einem dritten Platz in der finalen Wettfahrt wurde die vierköpfige Crew der „Blu Moon“ am Donnerstagnachmittag (23. August) vor Neustadt neuer Europameister der internationalen Melges 24-Klasse. Eigner Franco Rossini aus Pedrinate in der Schweiz und seine italienische Mannschaft um America’s Cup-Steuermann Flavio Favini siegten vor der „Airis“ von Sandro Montefusco und der „Uka Uka“ von Lorenzo Bressani (beide Italien). Als bester Deutscher landete Drachen-Umsteiger Marcus Brennecke aus München mit der „Alethea“ auf dem 19.Platz.

Gericht unterstützt Klage von BMW Oracle Racing
Das oberste Gericht des Staates New York unterstützt mit einem offiziellen Gerichtsbeschluss den Golden Gate Yacht Club San Francisco, und damit auch das America’s Cup Syndikat von Larry Ellison BMW Oracle Racing, in seinen Forderungen an die Organisatoren des 33. America’s Cup, umgehend die neuen Cup-Regeln zu veröffentlichen.
Zum Eklat war es gekommen, nachdem die Société Nautique de Genève (SNG), so die offizielle Bezeichnung der Organisation des Schweizer Verteidigers Alinghi, nicht wie in den Vorjahren das Team BMW Oracle Racing mit dem dazugehörigen Golden Gate Yacht Club zum offiziellen Herausforderer ernannt hatte, sondern sich für den Club Náutico Español de Vela (CNEV) entschieden hatte, um für den nächsten Cup die neuen Regeln festzulegen.
Der Hauptvorwurf der Amerikaner liegt in der angeblich ungleichen Machtverteilung in dem neuen Protokoll zur Erstellung der Regeln und des Zeitplans zu Gunsten des Alinghi Teams. „Das neue Protokoll erlaubt es SNG und seinem Team Alinghi quasi völlig eigenständig die neuen Modi für den 33. America’s Cup festzulegen. Damit herrschen keine fairen Bedingungen mehr für die Herausforderer“, erklärte BMW Oracle Sprecher Tom Ehman in New York. Besonders der Wechsel auf die neuen 90 Fuß großen Cup-Yachten, für die es bisher nicht einmal Vermessungsregeln oder Bauvorschriften gibt, ist Multimillionär und BMW Oracle Syndikatchef Larry Elison als Drahtzieher des Justizspektakels ein Dorn im Auge. Er befürchtet, dass das Team Alinghi bereits seit Monaten die Pläne für die neuen Boote in der Schublade hat, um sich aber einen Zeitvorteil für den nächsten Cup verschaffen, der schon 2009 in Valencia stattfinden soll, diese nicht vor Ende Oktober veröffentlichen will.

Rolex Fastnet Race 2007 beendet: Neuer Rekord …
Mit einen neuen, phänomenalen Streckenrekord durch die britische 30-Meter-Supermaxiyacht „ICAP Leopard“, aber auch einer rekordverdächtigen Quote von 211 Segelyachten, die den legendären Hochseeklassiker aufgeben mussten, ist das 42. Rolex Fastnet Race in England zu Ende gegangen.
Während am Freitagabend (17. August) die Gewinner der einzelnen Klassen ihre Preise in der historischen Royal Citadel des Zielhafens Plymouth verliehen bekamen, waren einige Segelyachten immer noch auf See. Sie trafen erst am Wochenende von der 608 Seemeilen (mehr als 1.100 Kilometer) langen Regattareise aus Cowes rund um den Fastnet-Felsen im Süden Irlands herum in der Grafschaft Devon ein.
Von vier gestarteten deutschen Booten erreichte nur die „Norddeutsche Vermögen Hamburg“ unter Skipper Georg Christiansen das Ziel und wurde 28. von 271 gestarteten Schiffen.
