Segelsport & Americas Cup
… around the worldArchiv für März, 2008
BMW Oracle gewinnt Rechtsstreit
Der Rechtsstreit um die Regularien des 33. America’s Cups ist beendet. Das amerikanische Gericht hat dem BMW Oracle zugestimmt, dass sie das Regelwerk des America’s Cup richtig ausgelegt haben und der wahre Herausforderer sind. Alinghi hat angekündigt, dass sie das Urteil akzeptieren und nicht in die Berufung zu gehen.
Damit ist ein achtmonatiger Rechtsstreit beendet, der den America’s Cup lahmgelegt hatte. „Wir sind sehr zufrieden mit dieser Entscheidung. Das Gericht hat festgestellt, dass unsere Herausforderung im vollen Umfang den Anforderungen des Deed of Gift entspricht, und wir bereiten uns nun auf die nächste Regatta vor“, so Tom Ehman, der Sprecher der Golden Gate Yacht Club.

Damit bestätigte das Gericht die Entscheidung aus dem November, wonach der GGYC der gültige Herausforderer um den Cup ist. Der Antrag der Societe Nautique de Geneve, dies zu revidieren, wurde damit abgelehnt.
Wie der Golden Gate Yacht Club mitteilte, kommt es nun zu einem Deed-of-Gift-Match. Das wird voraussichtlich 2009 stattfinden. Dann wird der GGYC Alinghi auf einem Mehrrumpfboot herausfordern.
Die anderen Syndikate sind damit voraussichtlich bis 2011 zum Zuschauen verdammt.
Team Germany packt sein Equipment ein
Das deutsche America’s-Cup-Team räumt sein Basislager in Valencia auf und verstaut das Bootsmaterial in großen Kisten.
Bei einer Sitzung der Hauptsponsoren des Team Germany beschlossen die Geldgeber United Internet, Audi AG und Porsche Consulting, die Verträge der Angestellten zum 31. März auslaufen zu lassen – unabhängig von den weiteren Planungen um eine inoffizielle Grand-Prix-Serie. Gleichzeitig wurde aber das Interesse bekräftigt, die AC-Kampagne fortzusetzen, wenn die Rechtsstreitigkeiten zwischen Titelverteidiger Alinghi (Schweiz) und Herausforderern wie BMW-Oracle (USA) und Team New Zealand beigelegt sind und ein Zeitplan für die 33. Auflage des Cups absehbar ist.
„Da es derzeit kein Protokoll für einen Cup gibt, wissen die Sponsoren nicht, was sie finanzieren sollen“, zeigte Syndikats-Chef Michael Scheeren Verständnis für die Entscheidung. Die Crew hat daher ihre Aktivitäten schon eingestellt und ist in anderen Projekten aktiv.

Neue Klagen gegen Alinghi
Der 33.America´s Cup dürfte als der Cup der Anwälte und Rechtsstreitigkeiten in die lange Geschichte der weltberühmten Segeltrophäe eingehen. Der Verteidiger Alinghi und seine Organisation Americas Cup Management (ACM) müssen sich erneut vor Gericht in New York verantworten. Es wurden zwei Klagen von Emirates Team New Zealand am 06.März 2008 eingereicht.

Maktoum Trophy in Dubai
Vom 25.-29.02.2008 wurde vor der Küste Dubais zum vierten Mal um die Maktoum Trophy gesegelt. Der Racecourse für die drei IRC Divisionen befand sich direkt vor der sich ständig ändernden Skyline von Dubai, zwischen Strand und „Palm Island“. Das neuformierte Team Dubai um Markus Wieser war angetreten, um sich für die kommende Saison „aufzuwärmen“ und fit für den RC 44 Circuit zu machen, aber auch mit dem Ziel, diese Regatta erfolgreich zu bestreiten und möglichst weit oben auf dem Siegertreppchen zu stehen. Markus Wieser gewinnt am Ende die Maktoum Trophy in Dubai.
